“Im Anfang liegt das Ende schon inbegriffen.”

Wer diesen schlauen Satz gesagt hat, weiß ich leider nicht, aber ich muss feststellen, dass er auf viele Bereiche des Lebens wirklich zutrifft. So entscheidet sich oft schon am Anfang des Tages, wie er enden wird. Wenn man den Tag gut ausgeschlafen und mit einer angenehmen Morgenroutine startet, fällt es auch über den Tag hinweg leichter, die richtigen Entscheidungen zu treffen und seinem Körper Gutes zu tun. Und auch umgekehrt ist ein Tag oft schon zum Scheitern verurteilt, wenn man gehetzt das Haus verlässt. Das senkt die Chancen drastisch, dass man abends noch zum Yoga geht oder ein ausgewogenes Abendessen isst. Morgen- und Abendroutinen strukturieren den Tag.

Gute Nacht Tee in durchsichtiger Tasse mit Kräutern und Blüten in der Abendroutine
Abendroutinen Tee

Morgenroutine

Deshalb habe ich festgestellt, dass eine gute Morgen- und Abendroutine wirklich hilft, um „on track“ zu bleiben. Auch hat man seine Ziele langfristig im Blick und erreicht diese einfacher. Dazu gehört bei mir, dass ich zehn Minuten früher aufstehe, als ich müsste, um den Tag in Ruhe zu beginnen. Es sind nur zehn Minuten, die wirklich einen Unterschied machen. Nach dem Aufwachen trete ich, egal ob Sommer oder Winter, kurz auf den Balkon und atme ein paar Mal ganz tief ein und aus – dadurch bin ich gleich viel ausgeglichener. Wenn du keinen Balkon hast (oder dir das im Winter doch zu frisch ist) würde ich einmal die Fester weit aufreißen und für ein paar Minuten richtig schön durchlüften.

Als nächstes kommt bei mir das Ölziehen, eine alte ayurvedische Methode, die noch dazu die Mundgesundheit stärkt. Dabei behält man einen TL Kokosöl etwa 10 bis 15 Minuten im Mund und zieht ihn durch die Zähne. Das ist am Anfang etwas komisch, aber auf längere Sicht verbessern sich Zahnfleischprobleme und Mundgeruch erheblich. Wurde mir kürzlich auch von meiner Zahnärztin bestätigt!

Währenddessen setze ich Wasser für meinen Tee auf und springe kurz unter die Dusche. Wenn die Zeit reicht, mache ich noch ein paar Bürstenstriche mit der Trockenbürste, das bringt die Lymphe in Schwung und stärkt das Gewebe (byebye Cellulite!). Während ich mich fertig mache läuft schöne Musik und ich trinke einen Kräutertee – der hilft dem Körper die Stoffe, die sich über Nacht angesammelt haben, auszuscheiden.

Vorbereitetes Frühstück für die Morgenroutine
Frühstücksvorbereitung in die Abendroutine einbauen

Die Abendroutine

Abends vor dem Schlafengehen überlege ich mir, was ich morgens frühstücken möchte, denn zum Vorbereiten fehlt mir am Morgen oft die Zeit. Meistens sind es Overnight-Oats oder Chia Pudding, denn die können super über Nacht im Kühlschrank ziehen. Oft mache ich mir aber auch einen Smoothie, den man am Morgen nur noch aus dem Kühlschrank nehmen muss. Ich achte wirklich darauf mit einem gesunden, ausgewogenen Frühstück zu starten. Oftmals entscheidet genau das, wie gesund ich mich über den Rest des Tages ernähre.

Zu meiner Abendroutine gehört außerdem einen Good-Night-Tee, der beruhigt auf ganz natürliche Art und sorgt für einen tiefen Schlaf. Kürzlich habe ich von einer schönen Idee gelesen: vor dem Zubettgehen schreibt man auf einen Zettel das schönste Ereignis des Tages und verstaut ihn in einer kleinen Dose. Macht man das ein Jahr lang, hat man am Ende eine Glücks Dose voll mit 365 schönen Erlebnissen.

Wenn einem das zu viel ist, reicht es auch, sich nur ein paar Minuten Zeit zu nehmen um über den Tag zu reflektieren und darüber nachzudenken, was besonders schön war. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die sich bemühen dankbar auf ihr Leben zu blicken, wesentlich glücklicher und zufriedener sind.

Yoga machende Frau in ihrer Abendroutine
Eine Runde Yoga vor dem Schlafen gehen

Vor dem Zubettgehen mache ich außerdem ein paar Yoga-Übungen. Das kurze Dehnen und „In-mich-gehen“ hilft mir, auch nach einem langen Tag runterzukommen. Seit ich einen ganz analogen Wecker besitze, stelle ich mein Handy auf Flugmodus und lasse es im anderen Zimmer. Dadurch schlafe ich viel besser und komme abends dazu, noch ein paar Zeilen in einem schönen Buch zu lesen. Außerdem ist so das erste was man am Morgen sieht nicht ein Bildschirm, sondern das Morgenlicht, der/die Partner/in im Bett oder das Dunkle unter der Bettdecke, wenn man doch mal den Snooze-Button betätigen muss. (Geht uns allen so!)

Pflanzenbild mit Neon Beschriftung "breath"
Morgen- und Abendroutinen

Für alle diese Morgen- und Abendroutinen gilt: nicht alles auf einmal starten!

Das sind außerdem nur Ideen. Sicherlich weißt du selbst von Dingen, die dir helfen können den Tag besser zu starten. Also, geh es langsam an und such dir erst mal ein oder zwei Ideen heraus. Bemühe dich wirklich, das 21 Tage durchzuziehen. Das ist der Zeitraum, bis etwas zur Gewohnheit wird und ab dann fällt es viel leichter so weiterzumachen. So kann man sich nach und nach gesunde Routinen angewöhnen, die auf lange Sicht deine Lebensqualität immens steigern können.

Ich freue mich über weitere Ideen zu einer gesunden Morgen- und Abendroutine in den Comments!