Im nachfolgenden Artikel gehen wir nochmal kurz auf eine Saftkur ein, was ist eigentlich eine Saftkur? Des weiteren beleuchten wir auch warum sich eine Saftkur nicht für jede Person eignet.

Quick Check: Was ist eine Saftkur

Bei einer Saftkur verzichtet ihr auf die Aufnahme von festen Nahrungsmitteln, sprich das einzige was ihr in der Zeit einer Saftkur im Bestfall zu euch nehmt sind die kaltgepressten Säfte. Ausgeschlossen sind natürlich auch jegliche Sucht bzw. Genussmittel wie etwa Zigaretten und Alkohol. Dadurch können sich die Verdauungsorgane entlasten und der Körper reinigt sich somit von innen. 

Aufgrund des Verzichts von festen Nahrungsmitteln ist eine Saftkur tatsächlich nicht für jede Person geeignet. Im Nachfolgenden gehen wir exemplarisch auf drei Personengruppen ein für die eine Saftkur nicht empfehlenswert ist. 

Saftkur und Schwangerschaft

Generell sollte während einer Schwangerschaft auf eine Saftkur verzichtet werden. Die minimierte Zufuhr an Nährstoffen kann ansonsten die Kindesentwicklung negativ beeinflussen. Stattdessen sollte auf eine hoch- wie vollwertige Ernährung geachtet werden. 
Gerade in der Zeit der Schwangerschaft sollte der Körper mit ausreichend benötigten Nährstoffen versorgt werden. Während der Schwangerschaft steigt ebenso der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen, dazu zählen unter anderem Folat, Jod wie auch Eisen.

Warum Folat

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Erwachsene eine tägliche Folat Menge von 400 µg zu sich nehmen. In der Schwangerschaft sollte sogar die Folatzufuhr um 50% erhöht werden, sprich, in dieser Zeit sind 600 µg empfehlenswert. Aus diesem Grund sollte auf Lebensmittel zurückgegriffen werden die einen Folatanteil beinhalten. Zu denken wäre hier an viel grünes Gemüse, wie Spinat, Brokkoli, Lauch und Grünkohl. Auch diverse Obstsorten wie Orangen und Bananen weisen einen Folatanteil auf. 

Saftkur und Schwangerschft

Warum Jod

Neben der entsprechenden Folatversorgung ist auch die entsprechende Jodversorgung in der Schwangerschaft nicht zu vernachlässigen. Essentiell ist Jod für die gesunde psychische wie physische Entwicklung des heranwachsenden Kindes. Dementsprechend wird Schwangeren zum Verzehr von Meeresfisch wie auch Milchprodukten geraten.

Warum Eisen

Nicht zuletzt sollten auf dem Ernährungsplan eisenreiche Lebensmittel stehen. Prinzipiell wird Eisen für den Sauerstofftransport im Blut benötigt. Ein Eisendefizit kann unter anderem dadurch festgemacht werden, als dass man sich müde und abgeschlagen fühlt und blasser ist als üblich.  Als Daumenregel kann gesagt werden, dass eine Frau circa 15 Milligramm Eisen/Tag aufnehmen sollte, Schwangere sogar die doppelte Menge, sprich 30 Milligramm Eisen. Fleischlose eisenreiche Lebensmittel sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Quinoa, Weizenkleie und Haferflocken.

Saftkur und Essstörung

Eine Saftkur sollte nicht gemacht werden wenn man entweder in der Vergangenheit an einer Essstörung erkrankt war oder noch an einer Essstörung erkrankt ist. Da während einer Saftkur gänzlich auf feste Nahrungsmittel verzichtet wird, minimiert sich auch die Kalorienzufuhr drastisch. Geht man von einem täglichen Energiebedarf von 2000 kcal aus, so minimiert sich diese Zufuhr auf etwas zwischen 750 kcal und 1000 kcal – je nachdem auf welche Saftkur zurückgegriffen wird. Als Folge der Saftkur wird die Waage vermutlich ein geringeres Gewicht als zu Beginn der Saftkur anzeigen. Auch wenn das in erster Linie mit dem Wasserhaushalt zu tun hat, kann die geringere Kilogramm-Anzeige auf der Waage zu einem Triggermoment führen. Aus diesem Grund ist es nicht empfehlenswert eine Saftkur zu machen wenn man eine Essstörung hatte oder hat. 

Saftkur und Essstörung

Saftkur und Diabetes

Generell kann von Vornherein gesagt werden, dass eine Saftkur als Diabetiker nur dann empfehlenswert ist, wenn im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt gesprochen worden ist. Gegebenenfalls müssen die Medikamente die man als Diabetiker einnehmen muss anders eingestellt werden. Dementsprechend sollte man als Diabetiker, vor allem als Diabetiker des Typ-1-Diabetes vor Beginn einer möglichen Saftkur unbedingt ärztlichen Rat einholen, und die Saftkur nicht ins Blaue hinein starten. Menschen mit Typ-2-Diabetes können tatsächlich auch vom Fasten profitieren. Gegebenenfalls verbessern sich die Stoffwechselwerte da die Insulinresistenz und davon ableitend auch der Insulinbedarf. Aber auch hier heißt es wieder, auf Nummer sicher gehen und den Arzt im Vorfeld aufsuchen. 

Wer darf also eine Saftkur machen

Eine Saftkur macht prinzipiell immer dann Sinn, wenn man im Thema Gesundheit und Ernährung einmal auf den Reset-Button drücken möchte. Nach der Saftkur bietet es sich an eine gesunde und vollwertige Ernährung in Betracht zu ziehen. Dennoch sollten manche Personengruppen, wie Schwangere und Leute mit dem Krankheitsbild “Essstörung” auf eine Saftkur verzichten. Diabetiker sollten prinzipiell immer erst in Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt treten.