Die Bestellung “Einen Hafer-Cappuccino bitte!” hören wir mittlerweile nicht mehr nur von Veganern. Denn immer mehr Menschen  entscheiden sich gegen die klassische Kuhmilch – unabhängig davon, sich insgesamt rein pflanzlich ernähren zu wollen. Die einen aus Überzeugung, auch ein kleiner Schritt in Richtung Tierwohl sei ausschlaggebend, andere aus gesundheitlichen Gründen, wie zum Beispiel aufgrund  einer Laktoseintoleranz. Damit Du Dich nicht durch die ganzen Milchalternativen probieren musst, erklären wir Dir in diesem Beitrag die Unterschiede zwischen den verschiedenen Milchalternativen. 

Welche Vorteile hat pflanzliche Milch? 

Das typische Erkennungsmerkmal für pflanzliche Milch ist, dass diese einen dezenten Geschmack nach der jeweiligen Nuss oder Getreidesorte hat, und nicht den klassischen “Milch”-Geschmack. Oft wird das als Nachteil gesehen, weil der Cappuccino dann nicht schmeckt wie gewohnt, doch immer öfter ist genau das der Grund, wieso sich für einen pflanzlichen Cappuccino entschieden wird. 

Neben dem veränderten Geschmack sind Milchalternativen oft mit Calcium, Vitamin D, B12, B2 und Omega-3-Fettsäuren angereichert und tragen somit zu einer ausreichenden Nährstoffzufuhr bei. Auch sind keine unwürdige Massentierhaltung für die Erzeugung von Hafermilch und Co. notwendig. Neben dem ethischen Aspekt geht damit auch der Aspekt der schädlichen Antibiotika-Gabe einher. Diese soll die Tiere präventiv vor Erkrankungen schützen, aber auch die Tiere schneller zunehmen lassen. Bewiesen ist, dass die regelmäßige Gabe von Antibiotika zur deutlich höheren Einlagerung von Fett führt. 

Vermeiden wir die Tierhaltung so vermeiden wir auch die Bildung Treibhausgasen. Denn mehrere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass die Herstellung von bereits einem Liter Kuhmilch so klimaschädlich sei wie das Verbrennen von der gleichen Menge Benzin. Der Grund liegt in der Freisetzung von Methan, das bei der Verdauung der Kühe freigesetzt wird. Laut Demeter-Verband gelte das lediglich für Milch aus Massentierhaltung. Eine Kuh, deren Mist zum Düngen verwendet wird und auf der Wiese weiden darf, könne sogar zur Verbesserung des Klimas beitragen. Blicken wir jedoch auf die Zahlen des Bundes Ökologischer Landwirtschaft (BOELW), erzielten Bio-Bauern im Jahr 2018 gerade einmal einen Anteil von 4,9 % der Verkaufserlöse der gesamten Landwirtschaft. Positiv fällt also die Bilanz für das Klima nicht aus. 

Milchalternative: Sojamilch 

Sojamilch ist die weltweit bekannteste Milchalternative. Sie enthält einen hohen Proteinanteil und 50% weniger Kohlenhydrate als die klassische Kuhmilch. Zudem ist sie auch cholesterin- und laktosefrei. Mit der Sojamilch ist auch unser Nährstoffhaushalt gut aufgestellt, da die Sojamilch reich an Folsäure, Vitamin E, Vitamin B1 und B6 sowie Kalium und Spurenelemente wie Zink, Eisen, Fluorid, Selen und Kupfer ist. Zudem sind in der pflanzlichen Milch auch Flavonoide, also sekundäre Pflanzenstoffe, die durch die Sojabohne kommen, stärken das Immunsystem und tragen zum Erhalt der kognitiven Fähigkeit bei. Für den Sojaanbau wird zwar Regenwald zerstört – jedoch wird das lediglich als Futter in der Tierhaltung eingesetzt. Dieses Soja, was bei uns im Tetrapak landet, wird auf europäischen Feldern unter strengen Richtlinien angebaut. 

Hafermilch 

Hafermilch ist in Deutschland die Nummer 1. Das liegt vor allem daran, dass das Getreide in Deutschland angebaut werden kann und demnach hat diese Milchalternative eine sehr gute Ökobilanz. Und nicht nur die Regionalität ist dafür verantwortlich, auch wird bei der Herstellung von Hafermilch weniger Wasser benötigt als bei der Sojamilch. Durch seine vielen Ballaststoffe ist Hafermilch sehr sättigend und hat den höchsten Eiweißanteil unter allen Milchalternativen. Der geringer Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen wird durch die häufige Zugabe von extra Calcium und Vitamin D kompensiert. Beta-Glucan, ein Ballaststoff, der im Hafer vorkommt, trägt zu der Senkung des Cholesterinspiegels im Blut bei. 

Mandelmilch als Milchalternative

Unter allen Milchalternativen ist die Mandelmilch diejenige, mit der schlechtesten Ökobilanz: Sie werden im Ausland angebaut und müssen erst nach Deutschland transportiert werden. Auf der anderen Seite enthält die Milchalternative viele wichtige Nähr- und Mineralstoffe so wie Calcium, Magnesium und Kupfer. Ebenfalls lassen sich in Mandelmilch viele Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren finden. 

Das Vitamin E und B in der Mandelmilch versorgen die Haut mit lebenswichtigen Nährstoffen und beugen Hautveränderung und Faltenbildung vor. Man könnte also glatt sagen: Mandelmilch ist der Trunk für die ewige Jugend. Vitamin E ist ebenfalls ein Antioxidant und schützt unsere Zellen vor freien Radikalen. Dazu kommt noch, dass dIe Spurenelemente von Kupfer, Eisen und Zink unser Haar und unsere Nägel stärken. 

Meistens nur halb so viele Kalorien wie Kuhmilch und einen feinen Mandelgeschmack. Viele trinken die Mandelmilch daher auch pur. 

Milchalternativen aus verschiedenen pflanzlichen Stoffen
Milchalternativen aus Mandel, Hafer, Soja, Kokos, Erbse und Reis

Kokosmilch & Erbsenmilch 

Die Kokosmilch ist im Geschmack am intensivsten und zudem auch reich an gesundheitsförderlichen Fetten. Daneben enthält sie auch sehr viel Kalium: Wenn du 100 ml Kokosmilch zu Dir nimmst, so kann 10% Deines Tagesbedarfs gedeckt werden. Sie enthält auch Biotin, welches wichtig für die Enzymsynthese und den Stoffwechsel ist. Doch Du musst aufpassen! Wir reden hier von der Kokosmilch im Tetrapack. Die Kokosmilch aus der Dose hat nochmal einen höheren Fettanteil und wird vor allem als Sahneersatz in der Küche verwendet. 

Die Erbsenmilch wird aus gelben Erbsen hergestellt und hat ebenfalls einen penetranten Eigengeschmack nach der Hülsenfrucht. Daher passt diese oftmals nicht in den Kaffee! Beliebt ist sie vor allem aufgrund ihres hohen Proteinanteils. Noch dazu enthält sie wichtige Omega-3-Fettsäuren und ist von Natur aus reich an Calcium. 

Milchalternative: Reismilch 

Reismilch ist nicht nur die Milchalternative für Menschen mit einer Laktoseintoleranz, sondern auch bei einer Glutenunverträglichkeit kann problemlos zugegriffen werden. Sie hat jedoch im Vergleich zu den anderen Sorten einen deutlich niedrigeren Proteingehalt und fast genau so viele Kalorien wie die Kuhmilch. Sie wird aus Vollkornreis hergestellt, der erst gemahlen, mit viel Wasser gekocht, anschließend fermentiert, filtriert und mit Ölen emulgiert. Aufgrund ihrer feinen Süße passt sie wunderbar in sämtliche Nachspeisen, wie Pudding und Grießbrei. 

Milchalternativen bei Frank Juice

Du siehst also: Die verschiedenen Milchalternativen unterscheiden sich nicht nur durch ihren Geschmack, sondern auch aufgrund ihrer enthaltenen Nährstoffe. Die drei Big Player sind die Soja-, Hafer- und Mandelmilch. Sie werden nicht nur am häufigsten verwendet, sondern haben auch einen höheren Nährstoffanteil. Für Kaffeeliebhaber gibt es von verschiedenen Anbietern auch die Barista Version, die sich auch schön aufschäumen lässt. Wenn Du auf ein cremige, gehaltvolle Milchalternative in besonderen Geschmacksrichtungen Lust hast, schau gleich bei unseren M*lks vorbei!