Saftkur, Heilfasten oder Intervallfasten: Was passt zu Dir?

Anna Gellert
Geschrieben von: Nutrition scientist
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Auf einem Tisch ein Glas Saft, eine Schale klare Gemüsebrühe und eine Tasse Kräutertee

Aktualisiert: Oktober 2026

Kurz gesagt: Heilfasten ist die strengste Form: etwa 250 bis 500 kcal pro Tag über 7 bis 10 Tage, idealerweise mit Begleitung. Eine Saftkur ist milder und dauert meist 1 bis 7 Tage. Intervallfasten ist ein dauerhafter Rhythmus statt einer Kur. Welche Methode passt, hängt von Deinem Ziel, Deinem Alltag und Deiner Gesundheit ab. Stand: Oktober 2026.

Drei Methoden, drei Philosophien. Statt einer Einzelbeschreibung bekommst Du hier einen direkten Vergleich mit Zahlen und eine Entscheidungshilfe.

Was unterscheidet Saftkur, Heilfasten und Intervallfasten?

Vor allem Dauer, Energiezufuhr und Struktur. Heilfasten und Saftkur sind zeitlich begrenzte Kuren, Intervallfasten ist ein wiederkehrender Essensrhythmus. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede. Die Heilfasten-Zahlen stammen von der DGE, die Zahlen zur Saftkur aus unseren Produktdaten.

Heilfasten Saftkur (frank.) Intervallfasten
Dauer 7 bis 10 Tage plus Entlastungs- und Aufbautage 1, 3, 5 oder 7 Tage Dauerhaft, wöchentlich
Energie pro Tag ca. 250 bis 500 kcal ca. 650 bis 930 kcal je Variante Normal an Essenstagen, bei 5:2 ca. 25 % an zwei Tagen
Was gegessen wird Brühe, Säfte, Honig, Tee 6 Säfte pro Tag Normales Essen im Essfenster
Begleitung Ärztlich empfohlen Selbst machbar, Hinweis beachten Selbst machbar
Aufwand Hoch Mittel Niedrig bis mittel

Merke Dir: Je weniger Energie, desto wichtiger ist ärztliche Begleitung.

Wie funktioniert Heilfasten?

Mit sehr wenig Energie über eine Woche oder länger. Die DGE verweist auf die Empfehlung der Ärztegesellschaft für Heilfasten: 7 bis 10 Tage als Standard, ein Entlastungstag davor und drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens danach. Täglich nimmt man etwa 250 bis 500 kcal aus Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäften und Honig zu sich, dazu mindestens 2,5 Liter Tee oder Wasser.

Die DGE betont, dass der Erfolg entscheidend von der Begleitung durch erfahrene Fastenärzte oder geschulte Fastenleiter abhängt, vor allem wenn Medikamente angepasst werden müssen. Die Verbraucherzentrale rät, auch als Gesunder nicht länger als eine Woche vollständig zu fasten. Mehr dazu im Beitrag Was ist Fasten?

Wie funktioniert eine Saftkur?

Du ersetzt ein paar Tage lang alle Mahlzeiten durch Säfte. Bei der frank. Saftkur trinkst Du sechs Säfte (330 ml) pro Kurtag, kaltgepresst, vegan und ohne Zuckerzusatz. Je nach Variante sind das ca. 650 bis 930 kcal. Dazu empfehlen wir mindestens einen Liter stilles Wasser oder Kräutertee.

Eine Saftkur liegt damit energetisch über dem klassischen Heilfasten und ist weniger belastend. Trotzdem braucht sie Vorbereitung und einen sanften Wiedereinstieg, wie im Beitrag Saftkur Anleitung beschrieben. Nicht geeignet ist sie für Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Wer Medikamente nimmt oder erkrankt ist, fragt vorher die Ärztin oder den Arzt.

Wie funktioniert Intervallfasten?

Du wechselst zwischen Essens- und Fastenzeiten, statt eine Kur zu machen. Die DGE nennt als Varianten das 5:2-Prinzip (an zwei Tagen etwa 25 % der Energie), Alternate-Day-Fasting, die Zwei-Tage-Diät mit höchstens 650 kcal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen und das Auslassen des Abendessens zwei- bis dreimal pro Woche. Die AOK beschreibt zusätzlich das beliebte 16:8, mit 16 Stunden Fasten und acht Stunden Essfenster, zum Beispiel von 12 bis 20 Uhr.

Die Studienlage ist laut DGE begrenzt und nicht eindeutig. In Vergleichen zeigte sich Intervallfasten beim Abnehmen etwa gleichwertig zur dauerhaften Kalorienreduktion. Bei Alternate-Day-Fasting lag die Abbruchquote mit 38 % höher als bei täglicher Kalorienreduktion mit 29 %. Eine Übersicht zu den Regeln findest Du unter Was ist Intervallfasten und welche Regeln gibt es?

Welche Methode passt zu welchem Typ?

Das hängt von Ziel, Zeit und Gesundheit ab. Die Zuordnung ist unsere Einschätzung und kein medizinischer Rat.

Deine Situation Eher passend
Ich will einen kurzen Neustart, wenig Kochen Saftkur (3 bis 5 Tage)
Ich möchte langfristig etwas im Alltag ändern Intervallfasten (16:8 oder 5:2)
Ich habe eine Vorerkrankung und möchte länger fasten Heilfasten mit ärztlicher Begleitung
Ich arbeite viel unterwegs Intervallfasten, flexibel
Ich habe wenig Zeit für Vorbereitung Intervallfasten oder 1-Tages-Saftkur
Ich esse gern sozial und regelmäßig mit Familie Intervallfasten im Essfenster

Einen persönlichen Vorschlag gibt Dir das Kur-Quiz. Mehr zum Ablauf der Kuren erfährst Du im Beitrag Fastenarten.

Kann man die Methoden kombinieren?

Ja, in sinnvoller Reihenfolge. Viele starten mit einer kurzen Saftkur und gehen danach in einen Intervallfasten-Rhythmus über. So nutzt Du den Neustart und hast danach eine Struktur, die in den Alltag passt. Das ist ein Praxisvorschlag und keine Studienempfehlung.

Wichtig sind Abstände: Nach einer Saftkur brauchst Du einige Tage mit normaler Kost, bevor Du in einen Fastenrhythmus gehst. Mehr zur Häufigkeit liest Du im Beitrag So oft solltest Du eine Saftkur machen. Heilfasten und Intervallfasten gleichzeitig zu kombinieren ist nicht sinnvoll, weil beides stark Energie begrenzt.

Ein Beispiel für sechs Wochen: Woche 1 normale Kost mit weniger Kaffee und Alkohol, Woche 2 eine 3-Tage-Saftkur mit zwei Aufbautagen, Woche 3 bis 6 ein 16:8-Rhythmus mit Essfenster von 12 bis 20 Uhr. Nach vier Wochen schaust Du, ob der Rhythmus zu Deinem Alltag passt, und passt ihn an. Wer merkt, dass 16:8 nicht passt, probiert 14:10 oder zwei Tage 5:2 pro Woche, bevor er ganz aufgibt.

Wer sollte keine der Methoden ohne Rücksprache starten?

Schwangere, Stillende, Menschen mit Essstörungen, Untergewicht, Diabetes, niedrigem Blutdruck oder Stoffwechselerkrankungen. Die AOK nennt zusätzlich ältere und vorerkrankte Menschen, Krebspatienten in aktiver Therapie und Personen, die Blutverdünner oder Antidepressiva nehmen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt allgemein, vor dem Fasten ärztlichen Rat einzuholen, besonders bei regelmäßigen Medikamenten oder Insulin.

Bei Schwindel, Herzrasen, starker Schwäche oder Kreislaufproblemen brichst Du ab. Die DGE merkt außerdem an, dass viele Intervallfasten-Konzepte keine Hinweise zur Lebensmittelauswahl geben und deshalb nicht automatisch zu einer besseren Ernährung führen. Dasselbe gilt für Kuren: Wer drei Tage Saft trinkt und danach wieder wie vorher isst, hat vor allem eine Pause eingelegt. Plane deshalb vorab, was sich in Deinem Alltag danach konkret ändern soll, zum Beispiel weniger Zucker, mehr Gemüse oder feste Essenszeiten. Das macht aus jeder der drei Methoden mehr als eine einmalige Aktion.

Passend dazu von frank.

Wenn Du die Saftkur ausprobieren möchtest, findest Du in der Saftkur-Kollektion Kuren von einem bis zu sieben Tagen. Die 3-Tage-Variante gibt es ab 99,75 EUR (Stand Oktober 2026).

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Häufige Fragen zu Saftkur, Heilfasten oder Intervallfasten

Ist eine Saftkur dasselbe wie Heilfasten?

Nein. Heilfasten liegt laut DGE bei etwa 250 bis 500 kcal täglich über 7 bis 10 Tage. Eine Saftkur liefert mehr Energie und dauert meist kürzer.

Was ist leichter durchzuhalten: Saftkur oder Intervallfasten?

Eine Saftkur ist kurz und klar. Intervallfasten ist flexibel, braucht aber Disziplin über Wochen. Beides ist individuell.

Wer sollte nicht fasten?

Schwangere, Stillende, Menschen mit Essstörungen und viele Vorerkrankte. Sprich vorher mit der Ärztin oder dem Arzt.

Kann ich mit allen drei Methoden abnehmen?

Ja, wenn insgesamt weniger Energie aufgenommen wird. Die DGE sieht Intervallfasten beim Abnehmen etwa gleichwertig zur dauerhaften Kalorienreduktion.

Wie lange darf man höchstens fasten?

Die Verbraucherzentrale rät, auch als Gesunder nicht länger als eine Woche vollständig zu fasten. Längere Phasen gehören in ärztliche Begleitung.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei Beschwerden, Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme sprich bitte vorher mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin.

Questions this article answers

Sources

  1. DGE: Heilfasten
  2. DGE: Intervallfasten
  3. AOK: Intervallfasten
  4. Verbraucherzentrale: Richtig fasten
Anna Gellert
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