Aktualisiert: Oktober 2026
Kurz gesagt: Bei Durchfall hilft vor allem Flüssigkeit: Trinke über den Tag verteilt Wasser, ungesüßten Tee oder Brühe, bei starkem Verlust eine Elektrolytlösung aus der Apotheke. Essen darfst Du, sobald Du wieder Appetit hast, am besten leicht und nicht zu fettig. Bei Blut im Stuhl, hohem Fieber, starken Bauchschmerzen oder wenn der Durchfall nicht nach wenigen Tagen besser wird, gehört er ärztlich abgeklärt. Stand: Oktober 2026.
Durchfall ist lästig, aber meist harmlos und nach einigen Tagen vorbei. Gefährlich wird er vor allem durch den Flüssigkeitsverlust. Hier steht, was Du selbst tun kannst und wo die Grenze zum Arztbesuch liegt.
Woher kommt Durchfall überhaupt?
Die häufigste Ursache sind Magen-Darm-Infekte und verdorbene Lebensmittel. Laut NHS gehören außerdem Medikamente, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reizdarm, Angst und Stress sowie chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie zu den möglichen Auslösern. Das NIDDK nennt bei akutem Durchfall vor allem Viren wie Noro- und Rotaviren.
Wichtig für die Einordnung: Ein einmaliger dünner Stuhl ist noch kein Durchfall. Von Durchfall spricht man bei häufigen, wässrigen Stühlen. Wie Du Deinen Stuhl einordnest, steht im Beitrag Stuhlgang: Was ist normal?. Wiederkehrende Beschwerden können auch zu einem Reizdarm gehören, den nur ein Arzt diagnostizieren kann.
Was ist bei Durchfall am wichtigsten: trinken?
Ja. Bei Durchfall verlierst Du Wasser und Elektrolyte, also Mineralstoffe wie Natrium und Kalium. Das NIDDK schreibt, dass Du verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzen musst, um nicht auszutrocknen. Es nennt Wasser, Brühe und Elektrolytlösungen.
Der NHS rät, bei Übelkeit zunächst kleine Schlucke zu nehmen, und verweist auf Elektrolytpulver aus der Apotheke, das Du in Wasser auflöst. Lass Dich dort beraten, besonders bei Kindern, Älteren und Schwangeren.
- Kleine Mengen, dafür oft: ein Schluck alle paar Minuten ist besser als ein großes Glas auf einmal.
- Gut geeignet: Wasser, ungesüßter Kräutertee, klare Brühe.
- Elektrolytlösung aus der Apotheke bei häufigen, wässrigen Stühlen.
Austrocknung erkennst Du laut NIDDK an starkem Durst oder trockenem Mund, selteneren Toilettengängen, Müdigkeit und dunklem Urin. Trinkst Du trotz kleiner Schlucke alles wieder aus, ist das ein Grund, ärztlich nachzufragen.
Mehr zur Grundlage steht in Flüssigkeitshaushalt: Die wahre Bedeutung für den Körper.
Was kannst Du bei Durchfall essen?
Das, worauf Du Appetit hast, in kleinen, leichten Portionen. Der NHS rät: Iss, wenn Du Dich dazu in der Lage fühlst, und meide eher Fettiges und Scharfes. Das NIDDK schreibt, dass die meisten Menschen zur normalen Ernährung zurückkehren können, sobald der Appetit wieder da ist.
Ein starres Schonkost-Schema brauchst Du nicht. Praktisch bewährt sich einfaches Essen, das Dein Bauch gut kennt:
- Reis, Kartoffeln, Nudeln, Haferbrei
- Banane, gekochte Karotten, Zwieback oder Toast
- Klare Gemüsebrühe oder eine milde Suppe
Zur Vorbeugung nennt das NIDDK gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden) und sauberen Umgang mit Lebensmitteln. Das schützt auch die anderen im Haushalt, wenn ein Infekt die Ursache ist.
Hast Du keinen Hunger, ist das in den ersten ein, zwei Tagen in Ordnung, solange Du trinkst.
Was solltest Du bei Durchfall meiden?
Meide vor allem Getränke, die den Durchfall verschlimmern können. Der NHS nennt Fruchtsaft und kohlensäurehaltige Getränke ausdrücklich. Auch Fettiges und Scharfes belastet den Darm eher.
| Lieber meiden | Warum |
|---|---|
| Fruchtsaft, Limonade, Softdrinks | Laut NHS können sie den Durchfall verschlimmern |
| Fettiges, Frittiertes, sehr Scharfes | Der NHS rät dazu, solche Speisen zu meiden |
| Alkohol | Entzieht Flüssigkeit, belastet zusätzlich (allgemeiner Hinweis) |
| Ballaststoffreiche Rohkost, große Portionen | Bei empfindlichem Darm oft schwerer verträglich, später wieder aufbauen |
Auch unsere kaltgepressten Säfte gehören in die Kategorie Fruchtsaft: Warte damit, bis sich der Stuhl normalisiert hat.
Wie lange dauert Durchfall, und wann gehst Du zum Arzt?
Meist vergeht akuter Durchfall in wenigen Tagen. Der NHS nennt bei Erwachsenen typischerweise 5 bis 7 Tage. Ab wann Du ärztlichen Rat holen solltest, bewerten die Quellen unterschiedlich: Der NHS nennt mehr als 7 Tage, MedlinePlus mehr als 5 Tage bei Erwachsenen, das NIDDK mehr als 2 Tage.
Praktische Faustregel aus dieser Spanne: Wird es nach etwa zwei Tagen nicht besser, ruf in der Praxis an. Sofort ärztliche Hilfe brauchst Du bei diesen Warnzeichen:
- Schwarzer, teerartiger Stuhl oder rotes Blut bzw. Eiter im Stuhl (NIDDK, NHS)
- Starke Bauchschmerzen
- Hohes Fieber (MedlinePlus nennt über 38,3 Grad, also 101 Grad Fahrenheit)
- Sechs oder mehr dünne Stühle pro Tag (NIDDK)
- Zeichen von Austrocknung: starker Durst, trockener Mund, wenig und dunkler Urin, Schwäche
Bei Säuglingen und kleinen Kindern, Schwangeren, Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen gilt: lieber früher nachfragen.
Mild oder abklären: Wie ordnest Du Durchfall ein?
Diese Tabelle fasst die Hinweise der geöffneten Quellen zusammen. Die Tabelle ersetzt keine ärztliche Beurteilung.
| Eher mild, beobachten | Ärztlich abklären |
|---|---|
| Wässriger Stuhl seit 1 bis 2 Tagen, Du kannst trinken | Keine Besserung nach etwa 2 Tagen oder länger als 5 bis 7 Tage |
| Leichte Bauchkrämpfe, kein hohes Fieber | Fieber über 38,3 Grad, starke Schmerzen |
| Stuhl ohne sichtbares Blut | Blut, Eiter oder schwarzer, teeriger Stuhl |
| Normaler Urin, kein starker Durst | Dunkler Urin, kaum Urin, starker Durst, Schwindel |
| Nach Infekt oder Essen mit Besserung | Wiederkehrend oder über Wochen, ohne klare Ursache |
Halten Beschwerden länger an, ist auch Gewichtsverlust ohne erkennbaren Grund ein Anlass für die Arztpraxis.
Wie baust Du den Darm danach wieder auf?
Langsam. Erst wenn der Stuhl wieder fester wird, kommen ballaststoffreichere Lebensmittel zurück. Wie Du das Schritt für Schritt machst, steht in Ballaststoffreiche Lebensmittel. Wenn Du danach eher zu hartem Stuhl neigst, findest Du Hilfe in Verstopfung: Was hilft, bei Blähungen in Blähbauch: Was hilft.
Einen guten Überblick über alle Verdauungsthemen gibt der Darm-und-Verdauung-Ratgeber, Anstöße für einen insgesamt trägen Darm in Verdauung anregen. Antibiotika als Auslöser behandeln wir in Darmsanierung nach Antibiotika.
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Wenn Dein Bauch wieder ruhig ist, trinken viele gern milden Tee. Unser Happy Stomach Tea (Bio, lose, mit Fenchel, Anis, Kamille und Ingwer, ab 15 EUR) kann ein angenehmer Begleiter im Alltag sein. Er ist kein Mittel gegen Durchfall.
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Häufige Fragen zu Durchfall
Was hilft bei Durchfall am schnellsten?
Ausreichend trinken. Durchfall geht meist von selbst vorbei, aber der Flüssigkeits- und Elektrolytverlust ist das Risiko. Trinke Wasser, Tee oder Brühe in kleinen Schlucken, bei starkem Verlust eine Elektrolytlösung aus der Apotheke.
Darf ich bei Durchfall Cola oder Fruchtsaft trinken?
Der NHS rät von Fruchtsaft und kohlensäurehaltigen Getränken ab, weil sie den Durchfall verschlimmern können. Besser sind Wasser, Tee und Brühe oder eine Elektrolytlösung aus der Apotheke.
Soll ich bei Durchfall Hunger aushalten?
Nein, aber Du musst nicht zwingend essen. Iss, wenn Du Appetit hast, leicht und nicht zu fettig. Wichtiger als Essen ist in den ersten Tagen das Trinken.
Wie lange darf Durchfall dauern?
Bei Erwachsenen vergeht akuter Durchfall meist in 5 bis 7 Tagen (NHS). Die Quellen nennen als Grenze für den Arztkontakt zwischen 2 und 7 Tagen. Wird es nach etwa zwei Tagen nicht besser oder treten Warnzeichen auf, frag in der Praxis nach.
Bei welchen Anzeichen muss ich sofort zum Arzt?
Bei Blut oder Eiter im Stuhl, schwarzem teerartigem Stuhl, starken Bauchschmerzen, hohem Fieber und Zeichen von Austrocknung wie starkem Durst, dunklem Urin und Schwäche.
Helfen Probiotika bei Durchfall?
Für Nahrungsergänzungen gibt es hier keine pauschale Empfehlung aus den geöffneten Quellen. Sprich bei Bedarf mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt oder in der Apotheke. Nach dem Durchfall kannst Du den Darm mit ballaststoffreicher Ernährung unterstützen.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei Beschwerden, Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme sprich bitte vorher mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin.





















































