Aktualisiert: Oktober 2026
Kurz gesagt: Ein Saft-Etikett ist kein Marketing, sondern Pflicht. Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV, Verordnung 1169/2011) legt fest, was auf jeder verpackten Lebensmittelflasche stehen muss, vom Namen über die Zutaten bis zur Nährwerttabelle. Bei frank. kommt noch die Kühlung dazu: Unsere Säfte werden per HPP haltbar gemacht, ohne Hitze, und müssen deshalb in den Kühlschrank.
Was muss auf jedem Saft-Etikett stehen?
Für einen Saft sind das diese neun Angaben:
- Bezeichnung: was in der Flasche ist, nicht nur der Name der Sorte.
- Zutatenverzeichnis, absteigend nach Gewichtsanteil.
- Allergene, im Zutatenverzeichnis hervorgehoben, meist fett. Sellerie ist eines der 14 EU-Allergene und steckt in vielen grünen Säften.
- Mengenangabe einer Zutat in Prozent, wenn sie im Namen oder per Bild hervorgehoben wird (z. B. „mit Ingwer“).
- Füllmenge in Millilitern.
- Datum: „zu verbrauchen bis“ oder „mindestens haltbar bis“.
- Aufbewahrungshinweis, wenn die Haltbarkeit davon abhängt, wie bei unseren Säften.
- Name und Anschrift des verantwortlichen Lebensmittelunternehmers.
- Nährwerttabelle pro 100 ml: Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz.
In Deutschland müssen die Pflichtangaben auf Deutsch sein.
Wann darf etwas „Saft“ heißen?
Das Wort ist geschützt. Die EU-Fruchtsaftrichtlinie (2001/112/EG), in Deutschland umgesetzt durch die Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung, legt fest, wann ein Produkt Fruchtsaft heißen darf. Seit Oktober 2013 darf Fruchtsaft kein zugesetzter Zucker mehr enthalten. Kommen Wasser und oft auch Zucker dazu, heißt das Produkt Nektar.
Kaltgepresst dagegen ist kein gesetzlich definierter Begriff. Er beschreibt nur, wie gepresst wird. Wie sicher und haltbar ein Saft ist, entscheidet der Schritt danach: roh, pasteurisiert oder per HPP behandelt. Wie unser HPP-Verfahren funktioniert, erklären wir separat. Den Unterschied zu anderen Säften findest Du unter kaltgepresst, Smoothie oder frisch gepresst.
„Zu verbrauchen bis“ oder „mindestens haltbar bis“?
- „Zu verbrauchen bis“ steht auf leicht verderblichen Lebensmitteln. Nach diesem Datum sollen sie nicht mehr verzehrt werden.
- „Mindestens haltbar bis“ (MHD) bedeutet: Bis zu diesem Datum behält das Produkt seine Qualität. Danach ist es nicht automatisch schlecht.
Lies das Datum immer zusammen mit dem Aufbewahrungshinweis. Bei HPP-Saft gehört die Kühlkette dazu.
Eine Flasche, drei Länder: was in Österreich und der Schweiz anders ist

frank. gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für Dich sieht die Flasche gleich aus, auf dem Etikett aber nicht:
- Pfand in Deutschland: Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff, auch für Saft, sind pfandpflichtig und müssen als solche gekennzeichnet sein.
- Pfand in Österreich: Seit 2025 gibt es auch dort ein Einwegpfand. Eine deutsche Pfandflasche kann also nicht einfach in Österreich verkauft werden.
- Schweiz: Sie ist nicht in der EU und hat eigene Regeln, die Lebensmittelinformationsverordnung (LIV). Unter anderem muss das Produktionsland angegeben werden.
Aus einer Sorte werden so schnell mehrere Etiketten. Ändert sich eine Zutat, ein Lieferant oder nur ein Wort, muss die Änderung auf jede Version, bevor eine Flasche in den Druck geht.
Deshalb verwalten wir unsere Etiketten nicht in E-Mails und alten PDFs, sondern in CoLabel, einem Label-Management-System. Dort ist jedes Etikett nach Produkt und Markt geordnet, der Text ist mit dem Design verbunden, und wir sehen, wer was geändert hat und welche Version in den Druck ging.
Beim Marketing arbeiten wir mit Komanda Studio, einer Marketingagentur für regulierte Branchen.
Häufige Fragen
Muss das Etikett auf Deutsch sein?
In Deutschland ja: Die Pflichtangaben müssen auf Deutsch sein. Weitere Sprachen sind erlaubt.
Heißt „kaltgepresst“, dass der Saft unbehandelt ist?
Nicht unbedingt. Der Begriff beschreibt nur das Pressen. Danach kann der Saft roh, pasteurisiert oder per HPP behandelt sein.
Warum ist Sellerie auf dem Etikett fett gedruckt?
Sellerie gehört zu den 14 Allergenen, die nach EU-Recht im Zutatenverzeichnis hervorgehoben werden müssen.




















































