Cheaten in der Fastenzeit -  Was ist erlaubt

Cheaten in der Fastenzeit - Was ist erlaubt

Tagelang auf Nahrung zu verzichten ist schwer und kann bei dem ein oder anderen zur Versuchung verleiten etwas zu essen. Vor allem bei Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Co. ist die Verlockung groß, das Fasten vorzeitig abzubrechen. Wir klären auf, was “Cheaten” während der Fastenzeit bedeutet und wann es sinnvoll sein kann, beim Fasten etwas zu mogeln. 

Gründe für eine Fastenkur

Es gibt verschiedene individuelle Gründe wieso sich jemand für das Fasten und eine Saftkur entscheidet: Zum einen fasten gesunde Menschen, um ihre körperliche und mentale Leistungsfähigkeit zu erhalten oder diese sogar zu verbessern. Des weiteren berichten viele Fastende davon, mit Hilfe einer Saftkur achtsamer in Bezug auf sich selbst und ihrem Essverhalten zu werden. Fasten wird aber auch Menschen mit Risikofaktoren empfohlen, um genetische Prädispositionen entgegenzuwirken, beispielsweise bei einer Stoffwechselstörung. Zu guter Letzt fasten erkrankte Menschen, weil bei einigen Krankheitsbildern durch Verzicht auf feste Nahrung das Wohlbefinden gesteigert und der Krankheitsverlauf abgemildert werden kann. Vor allem bei koronaren Herzerkrankungen, Diabetes Typ 2 oder auch Allergien und Migräne kann Fasten mildernd wirken.

Worauf wird beim klassischen Fasten verzichtet?

Entscheidest Du Dich für eine Saftkur so verzichtest Du in dieser Zeit auf jegliche Nahrung, außer auf die speziell dafür vorgesehenen Fastenprodukte wie Säfte, Brühen und Tees. Stimulanzien wie Koffein, Teein, Guarana in Kaffee so wie Energy-Drinks, Alkohol und Nikotin, solltest Du in der Fastenzeit meiden. Um Deinen Körper während dem Fasten nicht zu überfordern, solltest Du auch intensives Kraft- und Ausdauertraining von Deinem Plan streichen. 

Darüber hinaus kannst Du während Deiner Fastenkur auf weitere Dinge verzichten und machst beispielsweise ergänzend zur Kur ein sog. “digitales Detox”: Keine Bildschirme, sprich kein Handyund kein Fernsehe . Ein abgemilderte Variante davon ist der Verzicht auf die sozialen Netzwerke. Dabei wirst Du merken, wie viel Zeit Dir plötzlich zur Verfügung steht, die Du für Dich selbst nutzen kannst! 

“Cheaten” beim Fasten - Was bedeutet das? 

Der englische Begriff “Cheat” kommt ursprünglich aus dem Bereich der Computerspiele und steht für Betrug und Schwindel. Im Bezug auf das Fasten ist hiermit der unerlaubte Konsum von Lebensmitteln und Stimulanzien gemeint. Cheaten führt auf körperlicher Ebene meistens zum Abbruch des Fastenzustandes, weil mehr Energie als “erlaubt” dem Körper zugeführt wird.  

Im Optimalfall solltest Du daher weder “cheaten” noch Dein Fastenzeit vorzeitig abbrechen! Schließlich liegt der Sinn des Fastens im Verzicht und dem katabolen (= abbauenden) Stoffwechselzustand.  

In welchem Fall ist “Cheaten” doch erlaubt? 

Wie vorhin schon geschildert, solltest Du es vermeiden, Dein Fasten vorzeitig zu brechen. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, verstärktes Kälteempfinden und Müdigkeit sind normal und nehmen im Verlauf der Fastenzeit auch wieder ab. Dies sind also keine Gründe das Fasten abzubrechen. 

Bei Kreislaufbeschwerden, wie Schwindel und Übelkeit, oder wenn Dein Hungergefühl unerträglich wird, kann Cheaten aber sinnvoll sein!  Bei pathologischen Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen oder Herzrhythmusstörungen ist es nicht nur sinnvoll, sondern notwendig, das Fasten zu beenden: Deine Gesundheit geht natürlich vor. 

Was eignet sich zum Cheaten während meiner Fastenkur? 

Du merkst, Dein Körper kann nicht mehr und Du brauchst neben den Säften noch etwas Festes, um wieder an Energie zu kommen? Wenn Du es gewohnt bist, relativ viel und häufig Kaffee zu trinken und Du merkst, dass Du sehr müde und schlapp bist, so kannst Du Dir für den Anfang einen schwarzen oder grünen Tee machen. Die Stärke des Teeins kann mit der Ziehzeit bestimmt werden: Umso länger Du den Teebeutel im Wasser hängen lässt, desto stärker wird der Tee. Somit ist schwarzer und grüner Tee eine Möglichkeit, um während Deiner Fastenzei wacher und fitter zu werde. Zum Beispiel kann Dir unser Re-Charge Tee die nötige Energie verschaffen, da unter anderem auch Guarana enthalten ist. Bei unerträglichem Hungergefühl kannst Du auf eine Gemüsebrühe oder in Gemüsebrühe gekochte Haferflocken zurückgreifen. Auch gedünstetes Gemüse wie Zucchini und Brokkoli eignen sich dafür, wieder zu Kräften zu kommen. Allgemein gilt: sehr fettarm und gut verdaulich! 

Cheaten bedeutet nicht gleich aufgeben

Du startest nicht eine Fastenkur um zu cheaten oder diese abzubrechen. Halte Dir immer vor Augen, wieso Du die Kur machst und was Deine Ziele sind. 

In Ausnahmefällen ist ein bisschen Cheaten erlaubt und bedeutet nicht gleich zu versagen. Wichtig ist nur, dass Du nicht komplett aufgibst, sondern mit kleinen Mogeleien Deinen Nebenwirkungen entgegenwirkst. In diesen Fällen trinke beispielsweise schwarzen oder grünen Tee oder stille Dein Hungergefühl mit in Gemüsebrühe gekochten Haferflocken. Bleib am Ball und lass Dich von diesen kleinen Ausnahmen nicht herunterziehen. Am nächsten Tag kannst Du wieder wie gewohnt weitermachen und Deine Kur erfolgreich beenden. Wir sind uns sicher: Du schaffst das! 

Liliane Petzold

Unsere Ernährungswissenschaftlerin Liliane gibt Dir wöchentlich Tipps rund um die Themen Gesundheit, Ernährung und Fasten.

Frank News

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