Obst und Gemüse enthalten Fruchtzucker. Obst und Gemüse sind gesund. Fruchtzucker ist demnach ja auch gesund. Oder? Falsch gedacht! Denn auch Obst und Gemüse sollte man nicht in übermäßigen Mengen genießen, denn zu viel Fruchtzucker kann schädlich sein und sich auf die Gesundheit auswirken. Im Folgenden erfährst Du wieso das so ist und wo Fruchtzucker noch zu finden ist. 

Was genau ist Fruchtzucker? 

Erstmal zur Definition: Fruchtzucker, in der Fachsprache Fructose genannt, gehört zu der Gruppe von Kohlenhydraten und ist ein Einfachzucker, Monosaccharid. Zusammen mit Traubenzucker und Glucose bildet er den Haushaltszucker. Fruchtzucker ist vor allem in Obst und Gemüse anzutreffen, doch versteckt sich auch in vielen anderen alltäglichen Lebensmitteln. So, dass Du kaum etwas davon mitbekommst.

Fruchtzucker im Alltag 

Wie bereits erwähnt, findet sich Fruchtzucker nicht nur in Früchten wieder. In der Lebensmittelindustrie wird er sehr oft zum Süßen und als Geschmacksverstärker verwendet. Neben Süßgetränken und Süßigkeiten enthalten vor allem Müslis, Milchprodukte und Fertigsaucen viel Fruchtzucker. Auch beim Obst gibt es verschiedene Obstsorten bei denen der Fruchtzuckergehalt höher als bei anderen ist. Besonders getrocknetes Obst steckt voller Fructose. Daher ist auch das ein oder andere Obst mit Vorsicht zu genießen. Im Vergleich dazu enthält Gemüse deutlich weniger Fruchtzucker. Zum Vergleich: Auf 100 g hat ein Apfel 8 g Fructose und Rosinen knapp 33 g, Brokkoli hingegen nur 1 g.

Fruchtzucker in industriellen Lebensmitteln

Fructosestoffwechsel

Nun aber zum eigentlichen Problem: Fruchtzucker kann nicht von all unseren Zellen verarbeitet werden. Auch wird durch Fruchtzucker kein Insulin ausgeschüttet, und daher gelangt es nur langsam ohne Energieverbrauch in den Darm, wo der Zucker dann ins Blut gelangt. Durch das Blut wird der Zucker von Organen, und besonders von der Leber, aufgenommen. Mit zu viel Fruchtzucker ist die Leber überfordert und wandelt den Zucker in Fett um. Dies kann dann auf Dauer zu einer Fettleber führen. 

Folgen von zu viel Fruchtzucker-Konsum

Durch die Verstoffwechselung kann es nicht nur zur Fettleber führen, sondern auch allgemein zu Fettleibigkeit und Übergewicht. Auch besteht ein Risiko für Bluthochdruck und Diabetes Typ 2. Eine weitere Folge ist, dass das Sättigungsgefühl abnimmt, da Fruchtzucker das Hormon Leptin hemmt. Dieses ist jedoch dafür zuständig dem Gehirn das Signal zu übermitteln, dass man satt ist. 

Ja, Du darfst weiterhin Obst essen

Bedeutet das im Umkehrschluss, dass man Obst eher meiden sollte? Und kann man durch Obst eine Fettleber kommen? Nein, keine Sorge: Die Dosis macht das Gift. Denn wer auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achtet und regelmäßig Sport treibt, muss auch keine Angst davor haben einen Obstsalat voller Bananen, Rosinen, Äpfel und vielen weiteren Obstsorten zu essen. Und nicht zu vergessen: Vor allem bei natürlichen Produkten, wie Obst, spielen Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe eine große Rolle da sie den Fruchtzuckergehalt ausgleichen.