Das Thema Ayurveda haben wir bereits in unserem Blogartikel “Was sind die 3 Säulen der Bewegung der ayurvedischen Lehre?” angeschnitten, doch dabei haben wir uns hauptsächlich mit den Bewegungstypen befasst. In diesem Beitrag widmen wir uns der ayurvedischen Ernährung und wie Du sie im Alltag umsetzen kannst. 

Was ist die ayurvedische Ernährung? 

Bei der ayurvedischen Ernährung handelt es sich um eine 5.000 Jahre alte Medizin, die aus Indien stammt. Dabei geht es darum, dass Deine Ernährung Deiner psychischen und physischen Verfassung angepasst wird. Dafür werden genauso wie bei der Bewegung nach Ayurveda verschiedene Typen definiert. So wird  auch der Speiseplan nach den Prinzipien  ausgerichtet, um Deine körperlichen Bedürfnisse abzudecken und Dir zur Heilung bzw. Prävention und innerer  Harmonie zu verhelfen.

Das vorteilhafte an der ayurvedischen Ernährung: Sie ist nicht für einen besonderen Personenkreis bestimmt und ist nicht besonders strikt. Daher kann sie auch einfach an den eigenen Geschmack und besondere persönliche Präferenzen angepasst werden.  Noch dazu ist die ayurvedische Ernährung umweltschonend: So wird besonders darauf geachtet, wenig Fleisch zu essen! Daneben wird darauf geachtet, regionale und saisonale Lebensmittel auszuwählen. 

Welche Ernährungstypen gibt es in der ayurvedischen Ernährung? 

Die Bezeichnungen für die Doshas bzw. Typen sind die gleichen wie in der ayurvedischen Bewegung:
Vata, Pitta und Kapha. “Dosha” bedeutet dabei “Fehler” und steht für eine Gruppe an Charakteristika, die auf die Mitglieder des jeweiligen Dosha zutreffen sollen. Wir geben Dir einen kurzen Überblick über die 3 Doshas: 

Vata

Vata steht für die Elemente Luft und Raum, und somit für die persönlichen Eigenschaften Wachheit, Dynamik und Klarheit. Das Ziel bei der Vata Form ist es Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und Nervosität zu heilen. Es gibt eine ganze Liste an Lebensmitteln die für den Typen geeignet und ungeeignet sind. Zu den geeigneten zählen vor allen tropische Früchte wie Mango, Ananas und Orangen. Jegliche Art von Bohnen sollte dagegen von Personen mit diesem Dosha Typ vermieden werden. 

Pitta 

Mit dem Pitta Typen ist das Element des Feuers verbunden. Bei dieser Ernährung werden das Verdauungssystem und der Stoffwechsel besonders aktiviert. Pitta Typen leiden oft allgemein auch an Gereiztheit. Im Ernährungsplan der Pitta Typen stehen vor allem süße Früchte wie Feigen, Melone, Avocado und Mango. Doch Trockenfrüchte sind generell zu vermeiden. Der Pitta Typ sollte sich auch von tierischen Produkten fernhalten. 

Kapha

Die Kapha Ernährungsliste basiert  auf bitteren und würzigen Gemüse wie Kohl, Karotten, Sellerie und Aubergine. Bei den Ölen sollte Mais- und Walnussöl vorgezogen werden. Da das Element des Kapha Typen die Erde ist, sollte ihm besonders Kraft und Ruhe vermittelt werden. Die Ernährung ist deshalb darauf angepasst, speziell Trägheit und Übergewicht zu bekämpfen. 

Dosha in der ayurvedischen Ernährung
Jeder Dosha Typ ist anders.

5 Regeln der ayurvedischen Ernährung

Bei der ayurvedischen Ernährung spielt nicht nur die einzelnen Produkte und ihre Qualität eine Rolle, sondern auch die Art und Weise der Mahlzeiteneinnahme! 

  1. Nicht trinken während dem Essen

Um die Verdauung zu unterstützen statt  zu stören, empfiehlt die ayurvedische Ernährung 1,5 Stunden nach und vor dem Essen nichts zu trinken. Die Ausnahme dabei sind ein warmes Glas Wasser während dem Essen und verdauungsfördernde Tees jeweils danach und davor. 

  1. In Ruhe und angenehmer Atmosphäre essen

Sehe Deine Mahlzeit nicht als Verpflichtung am Tag, um lediglich Deinen Hunger zu stillen. Esse in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre ohne Handy, Netflix und Co. Wetten, Du genießt Dein Essen viel mehr und nimmst den Geschmack viel intensiver wahr? Tatsächlich lenkt dabei auch Dein Körper die Konzentration und Aufmerksamkeit auf den Verdauungsprozess. 

  1. Sei Dein Koch

Achte darauf, dass Du Dein Essen selber kochst und zubereitest. Zum einen sind mit Hitze behandelte und warme Mahlzeiten wichtig, da sich diese gut verdauen lassen und so besser bekömmlich sind als Rohkost aus dem Kühlschrank. Warmes Essen sollte zwei Mal am Tag auf den Tisch kommen. Wenn Du Dir die Mahlzeiten selber zubereitest, kannst Du auch sicher gehen, dass alle Deine Produkte natürlich, frisch und hochwertig sind. So sind Fertigprodukte für die ayurvedische Ernährung ein No-Go.

  1. Regelmäßiges essen

Achte darauf, dass Du während Deines Tages keine Zwischenmahlzeiten oder Snacks hast. Drei konkrete Mahlzeiten werden in der ayurvedischen Ernährungsweise vorgeschrieben. Die Faustregel besagt, dass das Frühstück und das Mittagessen vor dem Abendessen verdaut sein sollte und das Abendessen bis zum nächsten Morgen.

  1. Die Menge macht das Gift

Stell Dir vor, Du teilst Deinen Magen in 4 Teile. Davon solltest Du zwei Viertel mit Essen füllen und ein Viertel mit Flüssigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du eine deftige Suppe oder ein zimmerwarmes Getränk zu Dir nimmst. Wichtig ist, dass das letzte Viertel  frei bleiben soll, damit der Verdauungsprozess vollständig beendet werden kann. 

Kochen in der ayurvedischen Ernährung
Regeln beim Zubereiten des ayurvedischen Essens.

Ayurveda ist mehr als nur Regeln

Auch wenn Ayurveda auf den ersten Blick sehr strikt und streng wirkt, hat es viele positive Aspekte!  Alleine durch die Auseinandersetzung mit Deinen Mahlzeiten und ursprünglichen Lebensmitteln wirst Du Dir  der Natur bzw. Umwelt und Deinem eigenen Handeln  bewusster. Man könnte fast sagen, dass Du mehr  mit der Natur in den Einklang kommst. Dabei ist es auch gut möglich, dass sich Dein  Wohlbefinden und Deine Zufriedenheit steigert. . Im Rahmen der alltäglichen Ernährung gibt Dir die ayurvedische Ernährung einen Rahmen und Regeln an die Hand, sodass Du Dir weniger Gedanken machen musst. So hast Du  einen konkreten Plan und  sparst Dir  bei der Mahlzeitenplanung einiges an Zeit.

Noch dazu soll diese Art der Ernährung individuelle Belastungs- und Stressfaktoren abmildern.  Wer sich mit der  Ernährung nach Ayurveda Art befasst und sie anwendet, isst automatisch gesünder. Es ist keine Diät und auch keine spezielle Kur, es ist eine langfristige Ernährungsform. Hast Du vorher viel Unverarbeitetes gegessen, kann es Dir auch mit der ayurvedischen Ernährungsform leichter fallen, Gewicht zu verlieren.  Kannst Du Dir vorstellen, dass sich eine Vielzahl an Menschen mit psychischen Beschwerden für eine ayurvedische Ernährung entscheiden?  Depressionen, Burnouts, Ängsten, Nervosität,….you name it. Darüber hinaus kann die ayurvedische Ernährung auch bei Hauterkrankungen und Verdauungsstörungen helfen, da besonders antientzündliche Lebensmittel im Vordergrund stehen. Ernährung und die Auswirkungen auf den Organismus sind sehr individuell – ausprobieren lohnt sich! 

Frank Juice und Ayurveda – Passt das zusammen? 

Unsere Kuren bzw. Produkte sind nicht speziell an die ayurvedische Ernährungslehre angepasst. Dennoch kannst eine Saftkur für einen Start in die ayurvedische Ernährung nehmen und nach Deiner Kur eine Ernährungsumstellung durchziehen. Darüber hinaus kannst Du unsere Produkte wunderbar in eine ayurvedische Ernährung integrieren! Dazu zählen unsere Shots, dessen Hauptinhalt Ingwer und Kurkuma besonders hochgelobt in der ayurvedischen Ernährung werden. Auch unsere M*lks und natürlich unsere kaltgepressten Obst- und Gemüsesäfte sind ayurveda-tauglich. Achte nur darauf, sie nicht eiskalt aus dem Kühlschrank zu trinken, sondern sie erst eine kurze Zeit draußen stehen lassen.