Viele Krankheiten basieren auf einem zu hohen Säureanteil im Körper aufgrund falscher Ernährung. Nicht ohne Grund zählen also basische Lebensmittel zu den Grundlagen zahlreicher Ernährungstrends! Was basische Ernährung bedeutet und welche Lebensmittel du wie total einfach und bequem in deinen Alltag einbauen kannst, verraten wir dir im heutigen Post! 

  1. Dein Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper 
  2. Ursachen eines übersäuerten Körpers
  3. Folgen eines übersäuerten Körpers 
  4. So kannst du mit deiner Ernährung deinen Säure-Basen-Haushalt unterstützen 
  5. Was sind basische und saure Lebensmittel? 
  6. Basische Ernährung im Alltag leicht gemacht

1.Dein Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper 

Endlich zahlt sich der Chemieunterricht aus! Was der pH-Wert ist, wissen wir noch: Es ist das Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung. Unser Körper besteht zu 80% aus Basen und zu 20% aus Säuren. Während unser Magensaft aufgrund der Säure stark sauer ist (1,0 bis 4,0), ist unser Blut fast neutral (7,4) und unsere Gallenflüssigkeit basisch (8,0 bis 8,5). Diese Unterschiede sind essentiell, um Verdauungsenzyme zu aktivieren, die ausschließlich im sauren Milieu arbeiten. Auch fungiert unsere Magensäure als natürliche Abwehr vor Krankheitserregern. 

Unser Körper unterliegt einer Vielzahl an dynamischen Prozessen und bildet dabei Säuren selbst, beispielsweise beim Einatmen und bei Stress. Das Puffersystem im Blut gleicht diese Schwankungen wieder aus. Die Lunge übernimmt dabei eine Schlüsselfunktion: Der Großteil der anfallenden Säuren werden über die Atmung aus deinem Körper befördert. Daneben helfen deine Nieren, dein Darm und deine Haut ebenfalls mit und geben Säuren an die Umwelt ab. 

2.Ursachen eines übersäuerten Körpers

Wird das körpereigene Puffersystem im Blut zu sehr belastet, kommt es mit dem Ausgleich nicht mehr hinterher: Es entsteht eine Übersäuerung. 

Die häufigsten Ursachen sind: 

  • Chronische Fehlernährung: Zu viel säure- und zu wenig basenbildende Lebensmittel (siehe untere Tabelle) 
  • Ungesunde Lebensgewohnheiten (Bewegungsmangel, Stress) 
  • Verdauungsstörungen und/oder chronische Erkrankungen, beispielsweise Diabetes 
  • Alkohol- und/oder Nikotinabusus 

3. Folgen eines übersäuerten Körpers 

Eine chronische Übersäuerung begünstigt Müdigkeit und Leistungsschwäche, eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte und Hautunreinheiten. Ist der Körper übersäuert, neigt er zur Bildung von Nieren- und/oder Gallensteinen, zu Gicht und Arthrose.

Zur Neutralisierung der Säuren verwendet der Körper basische Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium, Kalium oder Magnesium. Diese entnimmt er aus dem Knochen, sodass sich auf lange Sicht das Risiko der Entstehung von Osteoporose erhöht. Auch das Muskelgewebe kann betroffen sein: Myogelosen (schmerzhafte Verhärtungen) können sich bilden. 

Erkennungsmerkmal einer nicht Basischen Ernährung

4. So kannst du mit deiner Ernährung deinen Säure-Basen-Haushalt unterstützen 

Unsere durchschnittliche Ernährung sieht genau anders herum zu dem Säure-Basen-Verhältnis im Körper aus: Wir nehmen 80% Säuren und 20% Basen auf. Größtenteils ist das auf den zu hohen Konsum tierischer Produkte zurückzuführen. Schwefel- und Phosphorhaltige Verbindungen in Fleisch, Fisch und sämtlichen  Nebenerzeugnissen, wie Milchprodukte und Wurstwaren, verursachen beim Abbau im Körper Säuren.  

Woran wir saure Lebensmittel erkennen? Leider nicht immer am Geschmack! So sauer die Zitrone schmecken mag, sie ist stark basisch. Das ist auch der Grund, wieso warmes Zitronenwasser am Morgen oft empfohlen wird. Für den pH-Wert der Zitrone ist der hohe Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen in der Pflanze verantwortlich. Diese können Säuren abpuffern. 

5. Was sind saure und basische Lebensmittel? 

Mit der folgenden Tabelle erhältst du einen kleinen Überblick über die Einteilung verschiedener Lebensmittel. Dabei gibt es aber auch Ausnahmen: Das Vollkornbrot ist zwar aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe sehr gesundheitsförderlich, jedoch auch leicht sauer. Das gleiche gilt für Dinkel, Gerste und Hafer. Der Trick ist hierbei, stark Basisches mit Vollkornbrot zu kombinieren. Konkrete Tipps gibt es im nachfolgenden Kapitel. 

6. Basische Ernährung im Alltag leicht gemacht

Eat the rainbow! Umso farbiger du deinen Teller belegst, desto basischer ist er. Achte stets darauf, möglichst viel Gemüse und Obst in eine Mahlzeit zu integrieren. Eine einfache Alternative sind hierbei unsere Säfte und Suppen . So kannst du auch in stressigen Situationen die basische Ernährung bequem in deinen Alltag integrieren. 

Iss das, was du direkt in der Natur finden kannst! Auf diese Weise fallen stark verarbeitete, saure Lebensmittel weg. Aufgrund unserer schonenden Kaltpressung trifft das aber nicht auf unsere Säfte zu: Rohkost in gepresster Form und sie sind daneben auch basisch. Kennst du schon unseren Grünsten mit Sellerie und Spinat?

Achte auf deine Proteinquelle! Grundsätzlich sind pflanzliche Proteinquellen tierischen vorzuziehen. Isst du Fleisch oder Fisch, achte noch mehr darauf, sie mit basischen Komponenten zu ergänzen. Pro Tipp der Ernährungsberaterin: In meine Gemüsesuppen rühre ich grundsätzlich etwas pflanzliches (geschmacksneutrales) Proteinpulver und Hefeflocken. So wird die Suppe cremiger, würziger und hält länger satt durch die zusätzlichen Proteine. 

Achte auf deine Getränke! Auch auf deinen Kaffee musst du trotz Säuren nicht verzichten: Mache es den Italienern nach und trinke stets zu einer Tasse Kaffee ein Glas Leitungswasser. Auf Limonaden verzichtest du lieber: Cola ist trotz der Süße stark sauer! Kennst du schon unsere genialen Teesorten? Ob sie basisch sind? Natürlich! 

Hast du schon unseren Glasnudelsalat mit Babygemüse und Shiitake-Pilzen entdeckt? Extrem lecker und basisch obendrauf!