Na, wie sieht es mit deiner persönlichen Nachhaltigkeit aus? 
…Tupperdose statt Alufolie, Rad statt Auto, Urlaub an der Nordsee statt in Südamerika…
Nein, wir meinen mit deinem eigenen Recycling? Deiner Autophagie?! 

1 . Das ist Autophagie 

Autophagie ist – stark vereinfacht ausgedrückt – eine Recyclinganlage in jeder deiner Zelle: Sie baut Zellbestandteile ab und verwertet sie. 

Der Prozess der Selbstverdauung bzw. Selbstreinigung: 

  1. Die Zelle (A) legt eine spezielle Hülle um die Bestandteile (B), die abgebaut werden sollen 
  2. Die Hülle schließt sich zum Autophagosom (C) 
  3. Der Autophagosom verschmilzt mit Lysosomen, kleine Bläschen mit Enzymen (D) 
  4. Die enthaltenen Lysosomen spalten die zu verwertenden Bestandteile auf und zerlegen sie 
  5. Es entstehen Nährstoffe, wie Aminosäuren und Lipide, die neu verbaut oder zur Energiegewinnung genutzt werden können. Nicht mehr nutzbare Produkte werden abtransportiert und ausgeschieden. 

2. Deshalb ist die Autophagie so wichtig 

Die Selbstreinigung ermöglicht deinem Körper

  • nicht gebrauchte,
  • abgestorbene oder besonders alte, 
  • fehlerhafte, 
  • krankhafte und potenziell krankmachende 

Proteine, ganze Zellbestandteile, sowie Bakterien und Viren zu entsorgen. 

Die Autophagie ist ein unglaublich sinnvolles Ergebnis der Evolution, um defekte Strukturen zu entfernen und sogar noch daraus Energie bzw. Nährstoffe zu gewinnen. 

Daneben gibt es natürlich die klassische Erneuerung von Körperzellen und Organen. Der Vorteil der Autophagie ist jedoch, dass sie um ein Vielfaches schneller und flexibler ablaufen kann: Während die übliche Neubildung von Zellen Tage bis Jahre dauern kann, ist die Autophagie bezüglich eines Stoffes schon nach 24 Stunden abgeschlossen. 

Sind wir erkältet, hilft uns die Autophagie, schnell wieder fit zu werden. Auch bei Stressreaktionen und in der Embryonalentwicklung nimmt sie eine wichtige Rolle ein. Eine gestörte und vermindert ablaufende Autophagie scheint zahlreiche, schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Alzheimer und Parkinson zu begünstigen. 

3. Intermittierendes Fasten kurbelt deine Autophagie an!  

Was passiert, wenn sich deine Stadt im harten Lockdown befindet und du keine Socken kaufen kannst? 
Nun ja, du musst dir mit Nadel und Faden die Löcher in deinen alten Paaren zunähen! 

Genauso ist das auch mit deiner Autophagie: Sie wird erst in Zeiten des Mangels so richtig aktiviert. Das heißt, dein Körper recycelt erst, wenn du dich in einem kurzzeitigen Energiedefizit befindest: Das kann durch hartes Training und Fasten aktiviert werden. Fastest du regelmäßig über einen kurzen Zeitraum, hat dies also nachhaltig starke Auswirkungen auf deine Zellerneuerung, dein Immunsystem und deine gesamte Leistungsfähigkeit. 

Überlegst du noch oder verdaust du dich schon? 
Warum du mit Gemüsesäften besonders gut fastest, erfährst du HIER

Quelle: https://www.ugb.de/exklusiv/fragen-service/autophagie-fasten/