Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Erde. Ursprünglich stammt der Hanf aus Zentralasien, heute findest du ihn auf der ganzen Welt verstreut in den gemäßigten und tropischen Zonen. Ob die Pflanze unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, ist abhängig von der Art des Anbaus und der verwendeten Sorten. Wichtig ist der THC-Gehalt von maximal 1 % der Trockenmasse – ansonsten ist es ein Rauschmittel. Die einzelnen Bestandteile der Pflanze (Fasern, Samen, Blätter, Blüten) haben verschiedene Einsatzgebiete. So wird Speiseöl aus den Samen gewonnen, während die destillierten Blätter und Blüten zu ätherischem Öl verarbeitet werden. Für die Herstellung von Rauschmitteln werden dagegen die getrockneten Blätter verwendet. 

Wie in alles begann 

Bereits 2800 v.Chr. wurde in China schriftlich festgehalten, dass Hanf als Heilmittel bei Malaria und Rheuma eingesetzt wird. Über Indien und das heutige Irak kam der Hanf dann auch nach Europa. Dank dem römische Gelehrten Plinius dem Älteren wurde um 50 n. Chr. Hanf vom Mittelalter bis in die Neuzeit gegen Geburtsschmerzen eingesetzt. Hanf wurde nicht immer nur als Heil- und Schmerzmittel eingesetzt, denn die alten Griechen stellten aus dem Hanfgewebe Kleidung her und im 13. Jahrhundert war Hanf der wichtigste Rohstoff für die Papierproduktion, da die Herstellung aus Holz noch nicht bekannt war. Sogar die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 wurde auf Hanfpapier gedruckt! 

Heutzutage wird Hanf immer noch vielfältig eingesetzt: Er eignet sich zum Hausbau, als Basis für Farben, Lacke, Waschmittel, Kleidung, Futtermittel für Vögel und Nagetiere.

Medizinalhanf vs. Kulturhanf 

In der medizinischen Forschung rückt die Wirkung der Cannabinoide, dabei vor allem von THC (“Delta-9-Tetrahydrocannabinol”) und CBD (“Cannabidiol”), zunehmend in den Fokus . Kulturhanf wird im Gegenzug lediglich als Hanföl eingesetzt.  Dieser ist pharmakologisch unwirksam, da er lediglich THC-Gehalte von unter 1 % aufweist. Genau diese Angabe ist auch die Grenze, ab wann Hanf unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Während THC als psychoaktiv gilt, wird CBD lediglich eine beruhigende und angsthemmende Wirkung auf zahlreiche Systeme im Körper nachgesagt. Der prägnante Geruch von Hanf wird von organischen Verbindungen namens Terpenen verursacht, die eine entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Wirkung haben. In Studien konnten bereits Hinweise auf die Behandlung von bestimmten Krebsformen ausfindig gemacht werden. 

Die Verschreibungsfähigkeit von Cannabisblüten und -extrakten ist unterschiedlich geregelt, selbst die EU hat keine einheitliche Regelung. Seit 2017 ist Cannabis ein “verkehrs- und verschreibungsfähiges Arzneimittel”, das von jedem Arzt verschrieben werden kann. 

Hanf als Hausmittel
Hanf kann auch als herkömmliches Hausmittel verwendet werden

Rauschmittel Hanf? 

Die getrockneten kleinen Blätter der weiblichen Pflanze werden Marihuana genannt, während das extrahierte Harz zu Haschisch weiterverarbeitet wird. Weltweit ist Cannabis die am häufigsten illegal konsumierte Droge. Das Cannabinoid THC ist dabei am psychoaktivsten und beeinflusst das zentrale Nervensystem des Menschen: es wirkt entspannend, sedierend und wirkt gegen Übelkeit und Erbrechen. 

Hanf als Nahrungsmittel 

Hanfsamen, die für den menschlichen Verzehr hergestellt werden, glänzen durch viele gesundheitsförderliche Nährstoffe: Sie enthalten alle drei Makronährstoffe Kohlenhydrate, Proteine und Fette, weisen zudem einen hohen Anteil an Ballaststoffen, sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe auf. Das Fett enthält  mehr als 90 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren, zu denen auch die essentiellen Omega-3-Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolsäure gehören. Noch dazu schmeckt es fein nussig! 

Fazit

Hanf hat eine lange Geschichte und spielte schon immer eine Rolle. Während in der Vergangenheit viel auf den Nutzen von Hanf eingegangen wurde, wissen wir heute das Hanf auch mehr kann. Wir haben auch ein leckeres Rezept für Dich, wie Du Hanfsamen in leckere Schoko-Energy-Balls einbaust. 

REZEPT: 

  • 200 g Datteln, entsteint 
  • 20 ml Wasser 
  • 50 g Mandeln, grob gehackt 
  • 50 g Kakaonibs 
  • 30 g Hanfsamen, geschält 
  • 2 EL Kakaopulver, stark entölt 
  • 1 EL Mandelmus 
  • 1 Prise Salz 
  1. Die Datteln in heißes Wasser einlegen und über Nacht stehen lassen.
  2. Die abgetropften Datteln mit dem Wasser im Zerkleinerer zu einer homogenen Masse mixen. Bällchen daraus formen und 30 Minuten kalt stellen. Schmecken lassen! 

Keine Zeit und Lust zum selber in der Küche stehen? Dann gönn’ Dir einfach unsere  Hanfsuppe! Du musst sie lediglich in die Mikrowelle stellen oder im Topf erhitze – schon hast Du eine ausgewogene und leckere Mahlzeit. Noch dazu haben wir einen Hanf Shot im Angebot – eine tolle Abwechslung für den reinen Ingwer-Shot am Morgen!